Netzwerke

Vernetzte Expertise – über Hessen hinaus

Das UCT Frankfurt-Marburg ist in Hessen und Deutschland hervorragend vernetzt. Ziel der Vernetzung sind der Austausch von Expertise, die Sicherstellung einer flächendeckenden Patientenversorgung und die Bündelung von Wissen in der Krebsforschung, um gemeinsam neue Wege in der Prävention, Diagnostik und Therapie zu gehen. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Partner und Netzwerke, mit denen das UCT Frankfurt-Marburg eng zusammenarbeitet.

Das CCC-Netzwerk verbindet alle von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichneten Onkologischen Spitzenzentren mit dem Ziel, allen Krebspatienten eine individuelle Therapie nach aktuellem Stand der Wissenschaft zu ermöglichen. Durch den Zusammenschluss und den kontinuierlichen Austausch der Onkologischen Spitzenzentren im CCC-Netzwerk werden hohe Standards in der Versorgung ermöglicht.

Mit Inkraftsetzung der Neufassung des Hessischen Onkologiekonzeptes (HOK) im Jahr 2010 durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wurde für Hessen der rechtliche Rahmen für eine verbesserte wohnortnahe medizinische Versorgung von Krebspatienten beschlossen. Grundlage hierfür sind die Vorgaben des Nationalen Krebsplans des Bundesministeriums für Gesundheit. Für das Hessische Onkologiekonzept wurden folgende Ziele definiert:

  • Flächendeckende qualitativ hochwertige Versorgung der an Krebs erkrankten Bevölkerung
  • Ausrichtung der Versorgung auf die individuellen Bedürfnisse onkologischer Patienten
  • Aufbau regionaler und überregionaler Kooperationsstrukturen
  • Sachgerechte Nachsorge im Anschluss an die Behandlung

Die Standorte des UCT Frankfurt-Marburg sind seit Beginn der Initiative führende Partner im HOK und engagieren sich im Rahmen der etablierten Strukturen für die Versorgung von Krebspatienten in Hessen.

Mehr Informationen zum HOK im Versorgungsgebiet Frankfurt-Offenbach

Mehr Informationen zum HOK im Versorgungsgebiet Gießen-Marburg
 

Die Mitglieder des UCT Frankfurt-Marburg bringen sich an unterschiedlichen Stellen in die Arbeit der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. ein. Die Hessische Krebsgesellschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel alle onkologisch tätigen Organisationen, Krebskranke und Angehörige in Hessen zu unterstützen und zu vernetzen. Der Verein setzt sich dafür ein, dass die Erkenntnisse über Krebskrankheiten vertieft und die wissenschaftliche Krebsforschung unterstützt werden und wirkt beratend bei der sozialen Gesetzgebung in Fragen der Krebsverhütung und Krebsbekämpfung mit. Zudem klärt die Hessische Krebsgesellschaft über Krebskrankheiten, Therapiemöglichkeiten, Nachsorge und Hilfsangebote auf.

Das Hessische Krebsregister hat die Aufgabe, fortlaufend und flächendeckend Daten über die Krebserkrankungen und -behandlungen in Hessen zu erfassen, auszuwerten und für die Qualitätssicherung und Forschung bereitzustellen. Grundlage für die Erfassung und Verarbeitung dieser Daten ist das Hessische Krebsregistergesetz. An allen Standorten des UCT Frankfurt-Marburg dokumentieren Tumordokumentare die für die Meldung relevanten Parameter und leiten diese Informationen an das Hessische Krebsregister weiter.

Im Jahr 2017 haben sich unter dem Dach des German Biobank Node (GBN) Biobanken aus elf deutschen Universitätsklinika (u.a. Frankfurt) sowie zwei IT-Entwicklungszentren in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen. 2019 schlossen sich sieben weitere Biobankstandorte (u.a. Marburg) der GBA an, 2020 kamen zwei weitere Standorte hinzu. Die Partner der GBA etablieren gemeinsame Qualitätsstandards und machen ihre Bioproben europaweit für die medizinische Forschung verfügbar. GBN und die seit 2017 beteiligten Allianzpartner werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

MIRACUM vereint zehn Universitätsklinika (u.a. Frankfurt und Marburg), zwei Hochschulen und einen Industriepartner aus sieben deutschen Bundesländern in einem von vier Konsortien der Medizininformatik-Initiative (MI-I). Ziel ist es, klinische Daten, Bilddaten und Daten aus molekularen/genomischen Untersuchungen sowohl standortbezogen als auch standortübergreifend über modular aufgebaute, skalierbare und föderierte Datenintegrationszentren für innovative Forschungsprojekte nutzbar zu machen. MIRACUM wird in der Aufbau- und Vernetzungsphase der MI-I seit Januar 2018 vom BMBF gefördert.